Nach traditioneller chinesischer Auffassung ist der Körper bei Harmonie und Gleichgewicht zwischen den Lebenskräften Yin und Yang gesund, die Lebensenergie Qi kann frei fließen. Die Funktionen innerer Organe wie Atmung, Verdauung Körperabwehr werden von dieser Lebensenergie beeinflusst. Bei Ungleichgewicht, wird das freie Fliessen von Qi, der „Lebensenergie“ behindert oder blockiert, das bedeutet Krankheit.

Das Ziel der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist es, den natürlichen, positiven Energiefluss eines Menschen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Was viele nicht wissen: Traditionelle Chinesische Medizin ist nicht nur Akupunktur. Die Traditionelle Chinesische Medizin umfasst verschiedene Behandlungsverfahren. Es sind im Wesentlichen fünf, die auch als die fünf Säulen der TCM bezeichnet werden. Sie können, je nach Erkrankung und Beschwerden, einzeln oder in Kombination eingesetzt werden. Außerdem sind sie eine gute Ergänzung zur westlichen Schulmedizin.


Akupunktur:

Akupunktur

Die Akupunktur ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Behandlungsmethode der TCM. Dabei werden bestimmte Punkte des menschlichen Körpers mit Akupunkturnadeln stimuliert, um die Lebensenergie - das Qi - zu beeinflussen, das bei einer Krankheit oder bei Beschwerden gestört ist.
Durch die Nadeln wird die Störung aufgehoben, sodass das Qi wieder harmonisch fließen kann.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf diese Punkte einzuwirken.
Meist werden sehr feine, sterilen Einmalnadeln verwendet, deren Einstich nur leicht spürbar ist. Die Reizung der Punkte kann aber auch durch Wärme (Moxibustion) oder
Schröpfen erfolgen.

Zur Akupunktur sollte der Patient sitzen oder liegen, sodass er sich entspannen kann. Daher darf es für ihn weder unbequem noch zu kalt sein. Zudem sollte er sich nicht bewegen, es sei denn, er wird vom behandelnden Arzt oder Therapeuten dazu aufgefordert.
Die Nadeln bleiben für ca. 30 Minuten im Körper, während dieser Liegezeit entspannt der Patient.

Angst haben muss man vor einer Akupunkturbehandlung nicht - ernsthafte Nebenwirkungen sind bei der Akupunktur nicht zu erwarten. Es kann gelegentlich zu Hautrötung, Wärmegefühl oder Kribbeln kommen.

Personen mit Kreislaufproblemen sollten dies ihrem Therapeuten vor der Behandlung mitteilen, da es bei einer Akupunktur-Behandlung manchmal zur Kreislaufschwäche kommen kann.

Heute ist die Akupunkturbehandlung, als nebenwirkungsarme und naturgemäße Behandlungsmethode, auch gegen den Wiederstand der Schulmedizin etabliert und wird in den Praxen täglich mit großem Erfolg und zur Genesung der Patienten durchgeführt.

Die Chinesische Arzneimitteltherapie:


Chinesische Arzneimitteltherapie

Die Arzneimitteltherapie stützt sich vor allem auf Heilpflanzen, in seltenen Fällen auch auf Mineralien und tierische Bestandteile. Sie werden meist in Form von komplexen Rezepturen verabreicht, die individuell auf den Patienten abgestimmt sind. Dabei handelt es sich um einen Tee oder einen Arzneimittelsud aus Pflanzenbestandteilen wie Wurzeln, Rinden, Blättern, Stängeln und Blüten. Chinesische Arzneimittel können außerdem in Form von Extrakten, Pulvern und Pillen verschrieben werden. Für die Zubereitung und Einnahme erhalten die Patienten genaue Anweisungen. Die Einnahme erstreckt sich, je nach Schwere der Erkrankung und Ausmaß der Beschwerden, meist über mehreren Wochen oder Monate.
Die Chinesische Arzneimitteltherapie ist der Pharmakologie des Westens sehr ähnlich. Entsprechend sind auch die chinesischen Arzneimittel hochwirksame Medikamente. Daher ist zuvor eine genaue Untersuchung des Patienten und eine ebenso exakte Diagnose erforderlich.

Ernährungslehre:


Ernährungslehre

Die Ernährungslehre spielt in der Traditionelle Chinesische Medizin eine wichtige Rolle, weil sie es ermöglicht, den Organismus in einer Weise zu stärken, dass Krankheit erst gar nicht entsteht. Außerdem ist sie ein einfaches Mittel, mit dem der Patient selbst zur Genesung beitragen kann. Wobei wichtig ist zu betonen, dass in der chinesischen Medizin die Ernährungsempfehlungen immer individuell auf den Patienten zugeschnitten sind, das heißt, dass sie erst dann zum Einsatz kommen wenn eine ausführliche Anamnese durchgeführt wurde.
Ansonsten gehört es in China zum Allgemeinwissen, wie Nahrungsmittel als Ganzes wirken. In der TCM geht man nämlich davon aus, dass Nahrungsmittel eine energetische Heilwirkung haben. Das heißt, Speisen und Getränken werden bestimmte vegetative Wirkungen zugeschrieben. So kann zum Beispiel eine Chilischote schweißtreibend und ein Joghurt kühlend wirken. Zudem können Nahrungsmittel die Lebensenergie Qi heben oder senken und in der Tiefe oder an der Oberfläche wirken. Verantwortlich für die Wirkung sind die Geschmacksrichtungen, der Geruch, die Farbe, Temperatur und Konsistenz der Lebensmittel. So wirken beispielsweise die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen auf unterschiedliche Organe: Bitteres stimuliert das Herz, Saures die Leber, Scharfes die Lunge, Salziges die Nieren, Süßes die Milz und die Bauchspeicheldrüse.

Die Heilwirkung von Nahrungsmitteln wird auch durch die Zubereitung beeinflusst. Ein gedünstetes Gemüse wirkt beispielsweise weniger wärmend auf den menschlichen Körper als ein im Backofen gebackenes. Wichtig ist auch, dass Lebensmittel verzehrt werden, die in der jeweiligen Jahreszeit geerntet werden, zum Beispiel Spargel im Frühjahr und Kohlgemüse im Herbst und Winter. Zudem sollte das Essen regelmäßig, zu festgelegten Zeiten, in Ruhe und ohne Ablenkung eingenommen werden.

Tai Qi und Qi Gong:


Tai Qi und Qi Cong

Bei Qi Gong und Tai Qi handelt es sich um spezielle Bewegungsabläufe, Atem- und Koordinationsübungen, die eine bewusste Verbindung von Bewegung, Atmung und geistiger Vorstellungskraft erzeugen. Sie stärken den Körper, lenken das Qi, vermitteln Ruhe, lösen Spannungen und Stauungen und unterstützen so die gesamte Behandlung. Bei den Übungen werden Leitbahnen und ihre Reflexpunkte in einer genau festgelegten Reihenfolge gedehnt. Gleichzeitig wird die Atmung gelenkt und auf ganz bestimmte Atemzielpunkte konzentriert, sodass man bestimmte Körperregionen im Bewusstsein verstärkt wahrnimmt. Dadurch wird die Regulation der Organfunktionen durch das Nervensystem, insbesondere im Gehirn und im Rückenmark, verbessert werden.

Manuelle Therapie Tunia:


tunia

Die Tunia ist eine der manuellen Therapien. Sie setzt Reize durch unterschiedliche Massage- und Grifftechniken. Bei der Tunia werden häufig verschiedene Techniken wie Kneten, Greifen, Streichen und Klopfen miteinander kombiniert, um Energieblockaden zu lösen sowie die Lebensenergie Qi und die Blutzirkulation anzuregen. In meiner Praxis haben Sie auch die Möglichkeit, eine Dorn-Breuss Wirbelsäulentherapie zu bekommen. Das ist eine sanfte, effiziente, einfache, nebenwirkungsarme und kooperative Manuelle Therapie. Die Dorn-Methode bzw. -Therapie hilft, Gelenke und Wirbelsäule in ihre gesunde Lage zu bringen. Durch eine Fehlstellung der Wirbel können Nerven in ihrer Funktion gestört werden, wodurch Schmerzen, Sensibilitäts- oder Funktionsstörungen entstehen. Durch Zurechtrücken des verstellten Wirbels nach Dorn können diese Beschwerden behoben werden. Die Breuß-Methode ist eine streckende und sanfte Energieausgleichsmassage, durch die ein optimaler Behandlungserfolg erzielt werden kann. Das hierbei reichlich verwendete Johanniskraut-Öl bewirkt, dass sich die Bandscheiben in ihrem entlastetem Zustand wie ein Schwamm wieder mit Flüssigkeit auffüllen.